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In eigener Sache – „TestDisk“ hat den Tag gerettet!

Heute gibt es mal wieder nichts Politisches, sondern eine kurze Rezension – besser gesagt eine sehr subjektive Bewertung – diesmal für ein Computer-Programm, dessen Programmierer ich am liebsten umarmen würde vor Dankbarkeit. 🙂

Weil es mir so unendlich geholfen hat, möchte ich natürlich das Programm und seinen Entwickler meinerseits etwas unterstützen. Unter anderem auch mit einem Link auf dessen Website, denn dieses Programm sollte meiner Ansicht nach bei jeder Google-(oder Startpage-)Suche nach Begriffen wie „Datenrettung“ an erster Stelle stehen: Es handelt sich um das Programm „TestDisk“ von CGSecurity bzw. Christophe Grenier.

Und das kann das Programm:

TestDisk ist ein leistungsstarkes freies Daten-Wiederherstellungs-Utility! Es wurde in erster Linie erstellt um verlorene Partitionen wiederherzustellen und/oder nicht bootende Festplatten wieder bootfähig zu machen, wenn das Problem durch fehlerhafte Software, bestimmte Arten von Viren oder menschliche Fehler (wie versehentliches Löschen der Partitionstabelle) verursacht wird. Partitionstabellen wiederherstellen mit TestDisk ist wirklich einfach.

TestDisk kann

  • Die Partitionstabelle reparieren, gelöschte Partitionen wiederherstellen
  • Einen FAT32-Bootsektor von seinem Backup wiederherstellen
  • Einen FAT12/FAT16/FAT32-Bootsektor wieder aufbauen (Rebuild)
  • Bei FAT die Dateizuordnungstabelle reparieren
  • Einen NTFS-Bootsektor wieder aufbauen (Rebuild)
  • Einen NTFS-Bootsektor von sein Backup wiederherstellen
  • Bei NTFS die MFT (MasterFileTable = Hauptdateitabelle) unter Verwendung des Spiegels (MFT mirror) wiederherstellen
  • Einen ext2/ext3/ext4 Backup SuperBlock lokalisieren
  • Gelöschte Dateien vom Fat, NTFS und ext2-Dateisystem wiederherstellen
  • Dateien von gelöschten FAT, NTFS und ext2/ext3/ext4-Partitionen kopieren.

TestDisk hat Charakteristiken für Anfänger und Fortgeschrittene. Für Anwender die nur wenig oder nichts über Datenwiederherstellungtechniken wissen, kann TestDisk eingesetzt werden, um ausführliche Informationen über eine nicht startende Festplatte zu sammeln, um diese an einen Techniker für weitere Analyse zu schicken. Diejenigen die sich mit diesen Prozeduren besser auskennen, werden in TestDisk ein praktisches Werkzeug für eine Vor-Ort-Wiederherstellung finden.

von Christophe Grenier (http://www.cgsecurity.org/wiki/TestDisk_DE) [GNU Free Documentation License 1.2], via CGSecurity

Aber was genau ist nun eigentlich passiert?

Nun, vor kurzem habe ich – endlich – einmal angefangen, nicht mehr für alle Dienste ein einziges Passwort zu nutzen und mir darum eine Passwort-Datenbank mit Hilfe des Programms KeePass erstellt und diese zusammen mit der zugehörigen Schlüsseldatei auf einem USB-Stick abgelegt – dummerweise nur auf einem USB-Stick! Diesen Fehler werde ich ganz sicher nicht wiederholen…

Denn aus irgendeinem Grund – vielleicht weil der USB-Stick schon bei falschem Hochheben des Laptops die eine oder andere kleine Biegung hinnehmen musste, vielleicht habe ich ihn auch mal ausversehen während eines Schreibvorgangs entfernt – war der Datenträger plötzlich nicht mehr lesbar. Das Dateisystem wurde als „RAW“ angezeigt, was wohl schlicht nichts anderes bedeutet, als das Windows keine Ahnung mehr hat, wie es die Daten auf dem Stick auslesen soll.

Offenbar ist auch keinem seiner Entwickler in den Sinn gekommen, dass der Benutzer es vielleicht wissen könnte und einfach mal danach zu fragen oder sich das benötigte Dateisystem anhand des Gerätenamens zu merken, wenn das Gerät an diesem PC bereits benutzt wurde – auf jeden Fall hatte Windows erstmal nichts besseres zu tun, als mir zu empfehlen, das Gerät müsse neu formatiert werden (womit natürlich alle Daten weg wären). Das kann ich zwar abbrechen, aber dann passiert eben erstmal gar nichts, Windows verharrt in Ahnungslosigkeit und den Stick kann ich nur noch sinnlos in der Ecke vergammeln lassen. Beides keine guten Optionen.

Jetzt ging mir natürlich erstmal mächtig der Arsch auf Grundeis: Denn nicht nur, dass die KeePass-Datenbank alle meine Passwörter für mich aufbewahrt, die ich mir natürlich nicht merken kann, sondern schlimmer noch: Wenn ich an diese nicht mehr herankomme, kann ich sie noch nicht einmal von den zugehörigen Diensten zurücksetzen lassen. Denn dafür müsste man mir ja eine Email mit neuem Passwort zuschicken – blöd nur, dass das Passwort für meine Email-Konten ebenfalls KeePass hat.

Heißt: Alle meine Konten im Internet – inklusive dem für diesen Blog 😉 – wären auf einen Schlag nur noch Datenmüll, denn ich käme dort ja nie wieder rein. (Das hätte vielleicht der NSA noch etwas Kopfzerbrechen bereitet, wenn mein digitales Ich auf einen Schlag aus den Latschen gekippt wäre, aber das wär’s mir dann doch nicht wert. :-))

Also musste eine Lösung her und zwar dringend. Erste Reaktion: Mal gucken, was Google sagt. Das spuckte dann auch prompt so einige Seiten mit mehr oder weniger hilfreichen Datenrettungs-Programmen aus. Die wollten nur leider alle nicht so richtig fruchten:

  • mal konnten sie gar nicht erst auf den Stick zugreifen,
  • mal fanden sie zwar einige Dateien wieder, hätten aber eine Datenbank- oder Schlüsseldatei von KeePass nicht mal erkannt, wenn sie sie in den Hintern gekniffen hätte und
  • mal hätten sie sogar die Datenbank-Datei noch gefunden (oder eher viel zu viele davon), mir aber weder sagen können, welche davon die aktuelle ist, noch mir erlaubt, die gefundenen Daten tatsächlich zu retten, außer ich kaufe die Vollversion zu einem Preis, der mir aus irgendeinem Grund nur in Złoty angezeigt und zu allem Überfluss auch nur per Kreditkarte gezahlt werden kann.

Nachdem ich dann bereits am Verzweifeln und so kurz davor war den Stick tatsächlich zu formatieren – und die Daten schweren Herzens abzuschreiben -, wagte ich doch noch einen letzten Versuch, Google zu befragen. Ich weiß nicht, was ich bei der Suche diesmal anders gemacht hatte, jedenfalls stieß ich zufällig auf diesen Thread im Chip-Forum, von jemandem, der offenbar ein ähnliches Problem mit einer externen Festplatte hatte, es – erstaunlicherweise – tatsächlich lösen konnte und – noch viel erstaunlichererweise – sich tatsächlich die Mühe gemacht hat, seinen Lösungsweg zu dokumentieren. Auch dafür an dieser Stelle vielen herzlichen Dank.

Ich hatte natürlich auch keine Ahnung, ob sich die Lösung würde auf meinen Fall übertragen lassen oder ob ich damit nicht alles noch schlimmer machen würde, aber ich war schon an dem Punkt, wo ich der Meinung war, ich hätte nichts mehr zu verlieren. Also, das erwähnte Programm TestDisk runtergeladen und grob der Anleitung gefolgt. Für andere, die vielleicht noch das gleiche Problem haben sollten, so ging es bei mir (selbstverständlich alles ohne jede Garantie und seht euch lieber auch die Anleitungen von CGSecurity vorher an):

  • Nach dem Start des Programms (bemerkenswert einfach und ohne Installation, ein sehr positiver Punkt, nach dem ganzen Datenmüll, den viele andere Programme hinterlassen) öffnet sich eine Konsole, die größtenteils mittels Pfeiltasten und Bestätigung druch die Enter-Taste bedient wird.
  • Hier kann nun ein neues Log-File erstellt, an ein vorhandenes angeknüpft oder auch keins erstellt werden. Keine Ahnung wozu das gut ist, ich hielt mich jedenfalls an die Anleitung aus dem Forum und wählte „Create“, dann mit Enter bestätigen.
  • Im nächsten Fenster kann das beschädigte Laufwerk (wieder mittels Pfeiltasten) ausgewählt werden, die sonstige Auswahl weiter unten sollte immer auf „Proceed“ stehen, dann mit Enter bestätigen.
  • Nächstes Fenster, hier soll der Typ der Partitionstabelle ausgewählt werden. Da ich sie nicht wusste, ging ich wieder laut Foren-Anleitung vor und wählte „None“ für ein nicht partitioniertes Medium. Mit Enter bestätigen, im nächsten Fenster auf „Advanced“ gehen und nochmal bestätigen.
  • Im nächsten Fenster die Auswahl auf „Type“ und bestätigen, danach müsst ihr den Partitionstyp des Laufwerks auswählen, in meinem Fall „FAT32“, was aber auch eher geraten, bzw. von einem anderen USB-Stick abgeschaut war. Versucht nach Möglichkeit vorher herauszufinden, welchen Partitionstyp (also nicht „RAW“, wie Windows meint) der Stick bzw. das Laufwerk haben sollte – meistens wohl „FAT32“ oder „NTFS“. Danach wieder besätigen.
  • Nächstes Fenster, dort wählt ihr „Boot“ aus, um auf das Laufwerk zuzugreifen und bestätigt. Wahrscheinlich steht dann etwas da, wie „Boot sector – Bad“, klingt eher nicht gut. Wir brauchen aber den Boot sector offenbar, also wählen wir als nächstes „Rebuild BS“ und bestätigen, woraufhin TestDisk offenbar versucht ihn wiederherzustellen. Das kann anscheinend einige Zeit dauern, je nach Größe des Datenträgers, bei mir ging es eher schnell.
  • Nachdem TestDisk damit fertig ist, wählt ihr „List“ aus und bestätigt, um die – hoffentlich noch vorhandenen – Dateien auf dem Datenträger ansehen zu können. Im nächsten Fenster seht ihr jetzt die Ordner-Struktur eures Datenträgers. Existierende Ordner und Dateien sind weiß, gelöschte rot – vermutlich lassen sich die gelöschten ebenfalls wiederherstellen, diese Option habe ich aber nicht benötigt, da der USB-Stick nur nicht gelesen werden konnte und die Dateien nicht gelöscht waren. Die gelöschten Dateien könnt ihr auch mit Klick auf die „h“-taste ein- und ausblenden.
  • Jetzt navigiert ihr mit den Pfeiltasten durch die Ordner-Struktur, mit Enter könnt ihr die Ordner öffnen, mit Auswahl des jeweils mit „..“ beschrifteten Eintrags, kommt ihr wieder eine Ebene höher. Habt ihr die Daten gefunden, die ihr sucht, wählt sie aus und drückt die „c“-Taste um sie auf ein funktionierendes Laufwerk zu kopieren.
  • TestDisk fragt euch jetzt, wohin die Dateien (oder ganze Ordner) kopiert werden sollen, standardmäßig ist wird hierfür wohl ein temporärer Ordner erstellt, ihr könnt aber auch selbst einen Speicherort auswählen. Habt ihr den korrekten Ordner ausgewählt, drückt ihr noch einmal die „c“-Taste zur Bestätigung. Danach zeigt euch eine Meldung an, ob alle Dateien korrekt übertragen wurden (grüne Farbe ist offenbar ein gutes Zeichen ;-)).

Sollte das alles ordnungsgemäß geklappt haben, könnt ihr das Programm schließen und die geretteten Daten befinden sich im ausgewählten Ordner.

Bei mir hat das alles wunderbar funktioniert und ich kann gar nicht sagen, wie dankbar ich dem Programmierer bin. Dieses Programm fällt für mich definitiv in die Kategorie: „Wie Windows schon immer hätte sein sollen!“ Auch bin ich mir sicher, den eigentlichen Funktionsumfang dieses Programms noch nicht mal ansatzweise gesehen zu haben – bei allen Anliegen in punkto Datenrettung oder nicht mehr lesbare Laufwerke lohnt sich also wohl definitiv ein Blick darauf!

Und das beste: Das Programm ist Open Source und Freeware unter der GNU General Public License. Ihr könnt es also kostenlos herunterladen und nutzen, es wird keine Registrierung und kein Kauf benötigt.

Sollte euch das Programm genauso gut gefallen haben, wie mir, könnt ihr natürlich auch in Betracht ziehen, einen kleinen Betrag dafür zu spenden – ich werde es jedenfalls tun, der Entwickler hat’s verdient 🙂 – oder auch einfach helfen, die „frohe Botschaft“ zu verbreiten, für ein bisschen weniger Computer-Frust auf dieser Welt. 😉

 
Ein Kommentar

Verfasst von - 7. August 2013 in Rezensionen, Software

 

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After Earth

Weil mir jetzt gerade mal danach ist, wende ich mich heute mal einem anderen Thema als den Piraten zu und schreibe eine kurze Rezension über den Film, den ich gerade im Kino gesehen habe: After Earth.

Handlung

Zur Handlung lässt sich bei diesem Film leider eher wenig sagen ohne massiv zu spoilern, weil – so ehrlich muss man sein – die Handlung bei diesem Film einfach eher dünn ist. Deshalb lagere ich das jetzt mal in einen anderen Artikel aus, wer es lesen mag, findet es hier.

Bewertung

Zunächst sollte hier erwähnt sein, dass, wer sich von diesem Film einen Meilenstein des Science-Fiction-Genres erhofft, der neue inhaltliche Akzente setzt und technologische oder gesellschaftliche Entwicklungen, die unser zukünftiges Leben bestimmen könnten, kritisch oder wohlwollend beleuchtet, leider eine herbe Enttäuschung erleben wird. Am ehesten ist er wohl noch in die Kategorie Space-Opera einzuordnen und nutzt Science-Fiction-Elemente eher als Rahmenhandlung, denn als bestimmendes Motiv des Films – so ist diese dann auch nach gefühlten 2 – 3 Minuten abgehakt.

Im Vordergrund der Handlung steht die Vater-Sohn-Beziehung zwischen den Hauptcharakteren Cypher Raige (Will Smith) und seinem Sohn Kitai (Jaden Smith). Ansonsten legt der Film viel Gewicht auf eine spektakuläre Optik, die sich in der animierten Mega-Fauna und gelungenen Natur-Aufnahmen des futuristischen Planeten Erde – den die Natur in Abwesenheit der Menschen zurückerobert hat – ausdrückt. Um es versuchsweise mit einem Vergleich für Will Smith-Fans abzurunden: Der Film wird vermutlich eher jenen gefallen, die z.B. Independence Day mehr gemocht haben als I, Robot.

Auch einige nicht schlecht gemachte Action-Szenen darf man bewundern, in denen Kitai zum Glück auch durch kluge Aktionen und nicht nur durch simple Hau-Drauf-Mentalität punkten darf. Dieser spielt in dem Film denn auch die Hauptrolle, während Vater Cypher die Stimme aus dem Off gibt, die mit mehr oder weniger sinnvollen Ratschlägen und Befehlen sowie Aufklärungsarbeit zur Seite steht und ansonsten hauptsächlich damit beschäftigt ist, sich notdürftig zu verarzten und nach Möglichkeit gerade so nicht zu verrecken, bis der Sohnemann den Tag gerettet hat.

Noch kurz eingehen möchte ich hier ansonsten auf die im Internet häufig zu findenden Verweise auf eine angebliche Scientology-Propaganda dieses Films. Sollte eine solche tatsächlich in einem nennenswerten Ausmaß vorhanden sein, dann vermutlich größtenteils in symbolhafter Bildgestaltung als im Inhalt. Letzterer hat aus philosophischer oder moralischer Sicht nicht viel mehr zu vermelden als den Merksatz „Die Gefahr ist real – Angst ist eine Entscheidung“, was für mich nicht unbedingt nach einem zentralen Scientology-Lehrsatz klingt und wenn doch, haben sie den wohl nicht besonders exklusiv.

Insoweit sich die Bildgestaltung nun in propagandistischer Hinsicht hervortun sollte, dann geschieht das offenbar eher subtil und ist für Nicht-Scientology-Experten wohl schwer zu erkennen (ich zumindest konnte es nicht). Folglich kann man, wenn man sich als solcher bezeichnen kann, auf diese Kritik wohl eher pfeifen. Sollte man dagegen tiefer in die Materie eingetaucht sein, darf man wohl hoffen, sich bereits eine gefestigte Meinung zu dieser Organisation gebildet zu haben, die davon dann auch nicht mehr erschüttert wird.

Fazit

Als Fazit würde ich diesem Film eine Bewertung von etwa 3 bis 4 von 5 Sternen geben, wobei ich dann doch noch eher zur 4 tendiere.

Diese Bewertung gebe ich dann ab für das, was der Film ist und wohl auch sein will (nicht schlecht gemachtes Effekt-Kino) und nicht für das womit er sich nur schmückt (den Science-Fiction-Anteil). Aufgrund dessen kann ich hier auch einmal großherzig über einige logische und inhaltliche Schwächen des Films hinwegsehen, so z.B.:

  • Wer sind eigentlich die Außerirdischen, die im Kampf gegen die Menschen das Alien-Monster losgelassen haben, gegen das Kitai dann im Film kämpfen darf?
  • Wieso wird so ein Monster in einem Raumschiff transportiert, dass offenbar (auch) als Passagier-Transport dient und nicht separat als Gefahrgut?
  • Wieso sollte laut Vater Cypher alles auf der Erde „mutiert [sein], Menschen zu töten“, wenn die doch schon lange weg sind? (Da sollten die sich ja zu Tode langweilen. ;-))
  • Wieso weiß der Vater schon vor der späteren Aussendung seiner Aufklärungssonden so genau, wo das Heck des Raumschiffs mit dem Notsender abgeblieben ist?
  • Wieso muss Kitai alle paar Stunden ein Mittel zur Erhöhung seiner Sauerstoff-Aufnahme einnehmen, obwohl bei der gezeigten Mega-Fauna der Sauerstoff-Anteil der Atmosphäre wahrscheinlich deutlich höher sein sollte als heute (und warum muss sein Vater das nicht, obwohl er in einem Raumschiff hockt, das durchlöchert ist wie ein Schweizer Käse)?
  • Wieso denkt eigentlich der Raubvogel, der Kitai bewusstlos an seine Jungen verfüttern will, nicht mal daran, ihn wenigstens voher umzubringen (und Kitai verteidigt dann auch noch selbstlos die kleinen Küken, deren Frühstück er vor 5 Sekunden noch werden sollte ;-))?

Für die optische Ausstattung gibt es dann von mir auch die relativ hohe Bewertung, obwohl sich in dieser Hinsicht aus dem Film zweifellos noch mehr hätte rausholen lassen – so sind etwa die Landschaftsaufnahmen und auch die Pflanzenwelt (bei der einen dann die ganze Umgebung eine herannahende Gefahr spüren lässt – etwa wie in The Happening) sehr schön gemacht, kommen aber an die Epik eines Der Hobbit– oder Herr der Ringe-Films nicht heran.

Auch die animierte Darstellung der „mutierten“ Mega-Fauna des Planeten ist gut gemacht; das größte Manko hier: Ich hätte gern mehr davon gesehen. 😉 Auch einige gute Action-Szenen mehr hätte das hergegeben und dem Film einige Längen gemildert. Noch eine positive Randbemerkung: Der Film bietet – obwohl sich mit einem ernsten Thema beschäftigend und definitiv keine Komödie – doch zwischendurch den ein oder anderen kleinen Lacher zur Auflockerung – obwohl nicht immer klar wird, ob das gewollt ist. 😉

Im Großen und Ganzen also kein Meisterwerk, aber ein durchaus sehenswertes Stück Kino, an das man jedoch nicht mit einer falschen Erwartungshaltung heran gehen sollte.

 
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Verfasst von - 16. Juni 2013 in Filme, Rezensionen

 

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